Rohbau, Dach und Fenster stehen beim Hausbau ganz vorn auf der Aufgabenliste, während die Einrichtung der Küche meist nach hinten rutscht. Anschlüsse an der falschen Stelle, fehlende Steckdosen und knapper Stauraum entstehen häufig aus dieser Reihenfolge. Küche im Neubau: 8 Tipps führt Sie in diesem Blogbeitrag durch die wichtigsten Etappen, vom ersten Entwurf bis zum Montagetag. Sie erfahren, welche Entscheidung in welche Bauphase gehört und welche Absprachen Ihnen später Zeit, Nerven und Geld sparen.
Frühzeitig mit der Planung beginnen
Kein anderer Raum im Haus verlangt so viel technische Vorarbeit wie die Küche. Starkstrom, Steckdosen, Zulauf, Abfluss und die Führung der Kochdünste treffen hier auf wenigen Quadratmetern aufeinander. Ihre Küchenplanung läuft deshalb parallel zur Hausplanung und nicht im Anschluss daran. Ein Termin im Küchenstudio lohnt sich, sobald der Architekt die ersten Skizzen anfertigt. Der richtige Zeitpunkt wiegt an dieser Stelle oft schwerer als der finanzielle Rahmen des Projekts.
Grundriss und Lage festlegen
Der Grundriss bestimmt, wie viel Platz die Küche erhält und wie sie an den Essbereich anschließt. Sie klären in dieser Phase die Frage nach einer geschlossenen Küche oder einem offenen Zuschnitt, ebenso die Position von Fenstern, Türen und Heizkörpern. Jedes dieser Bauteile begrenzt später die Schrankreihe an genau dieser Wand. Eine Kochinsel benötigt daneben ausreichend Durchgangsbreite auf beiden Seiten, damit geöffnete Auszüge und Gerätetüren sich nicht gegenseitig blockieren. Ein Küchenplaner prüft Ihren Entwurf am besten, bevor der Bauantrag herausgeht.
Laufwege und Arbeitszonen durchdenken
Spüle, Kochfeld und Kühlschrank bilden die drei Punkte, zwischen denen Sie sich beim Kochen am häufigsten bewegen. Kurze Wege dazwischen erleichtern jeden Handgriff, während zu große Abstände jeden Kochvorgang in die Länge ziehen. Sie planen daneben Ablageflächen links und rechts des Kochfelds ein, denn heiße Töpfe und Bleche brauchen einen sicheren Platz. Die Höhe der Arbeitsplatte richtet sich nach Ihrer Körpergröße und lässt sich im Neubau frei bestimmen, weil keine Vorgaben aus einer vorhandenen Einrichtung im Weg stehen. Auch die Öffnungsrichtung von Türen und Geräten gehört in diese Überlegung.
Strom und Wasser rechtzeitig einplanen
Der Elektriker und der Installateur legen die Anschlusspunkte fest, lange bevor Sie einziehen. Jede Steckdose, jeder Wasseranschluss und jeder Abfluss braucht deshalb eine feste Position im Plan. Ein Backofen auf Sichthöhe braucht eine andere Zuleitung als ein Einbaugerät unterhalb der Arbeitsplatte. Ein Kochfeld mit eingebautem Dunstabzug bringt eigene Anforderungen an Strom und Luftführung mit. Jede nachträgliche Korrektur bedeutet Stemmarbeit in fertigen Wänden.
Abluft oder Umluft frühzeitig entscheiden
Die Führung der Kochdünste nach außen verlangt eine Maueröffnung und einen abgestimmten Kanal, während ein Umluftgerät mit Filtern arbeitet und ohne Wanddurchbruch auskommt. Diese Entscheidung fällt vor dem Mauerwerk und nicht nach dem Verputzen. Ein Mauerkasten mit Rückschlagklappe verhindert bei der Abluft unerwünschte Zugluft und passt zu den Anforderungen einer dichten Gebäudehülle. Ein offener Zuschnitt verlangt hier zusätzliche Aufmerksamkeit, weil Gerüche und Geräusche ungehindert in den Wohnbereich ziehen.
Beleuchtung mitplanen
Das Arbeitslicht an den Oberschränken und die allgemeine Raumbeleuchtung benötigen jeweils eigene Zuleitungen. Ihre Elektroplanung berücksichtigt deshalb Lichtpunkte, Schalter und den Anschluss für die Leuchte über der Kochinsel oder dem Esstisch. Ein Lichtschalter direkt am Zugang zur Küche erspart Ihnen den Weg quer durch den dunklen Raum. Steckdosen an der Arbeitsplatte planen Sie großzügiger, als es der erste Entwurf nahelegt, denn Kleingeräte kommen im Laufe der Jahre dazu.
Stauraum und Geräte konkret bestimmen
Hochschränke, Auszüge und Innenausstattung ergeben sich aus Ihrem Haushalt und Ihren Vorräten, nicht aus einem Katalogmodell von der Stange. Sie legen in diesem Schritt fest, welche Geräte einziehen und in welcher Höhe sie verbaut werden. Ein Kühlschrank im Hochschrank verlangt seinen Anschluss an einer ganz anderen Position als ein Unterbaugerät. Geschirrspüler und Spüle liegen sinnvollerweise nebeneinander, weil beide an Zulauf und Ablauf hängen.
Montagetermin am Baufortschritt ausrichten
Die Montage folgt erst, wenn Estrich, Putz und Bodenbelag fertig sind und die Räume frei stehen. Sie stimmen den Termin deshalb eng mit der Bauleitung ab, weil sich Fertigstellungen auf der Baustelle erfahrungsgemäß verschieben. Unsere kurze Lieferzeit hilft Ihnen an dieser Stelle, denn Sie legen den Einbau erst dann verbindlich fest, wenn der Innenausbau tatsächlich abgeschlossen ist.
Fazit: Küche im Neubau: 8 Tipps
Küche im Neubau: 8 Tipps lässt sich auf drei Punkte verdichten: früh beginnen, alle Anschlüsse vor der Installation festlegen und die Bestellung nicht bis zum Innenausbau aufschieben. OMT Küchen übernimmt dabei Planung, Fertigung in der eigenen Produktion in Deutschland, Lieferung und Montage, sodass Sie einen festen Ansprechpartner für das gesamte Projekt haben. Jede Küche entsteht als Einzelanfertigung nach Ihrem Grundriss, von der Küchenzeile bis zur großen Inselküche. Die Maße im Neubau und Ihre Wünsche geben den Ausschlag, nicht ein festes Sortiment. Vereinbaren Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin im Studio in Dassendorf und nehmen Sie Ihre Baupläne mit.

